Glinka, Katrin
Kritisch reflektierte KI-Nutzung unterstützen – eine transdisziplinäre Gestaltungsaufgabe
Im Museumskontext liegt beim Einsatz von sogenannter »Künstlicher Intelligenz« (KI) - insbesondere aus dem Bereich des Maschinellen Lernens (ML) - eine zweifache Zweckentfremdung von technologischen Innovationen vor. Erstens werden ML-Ansätze meist für andere Anwendungszwecke entwickelt und auf kontextfremden Daten trainiert. Zweitens liegt eine konzeptuelle Zweckentfremdung vor, wenn ML-basierte Systeme in einem Bereich eingesetzt werden, der bisher auf menschlich-kognitiven Wissens- und Erkenntnisformen basiert. Da in vortrainierten Modellen zudem soziale und kulturelle Verzerrungen reproduziert werden, stellt die Ermöglichung einer kritisch reflektierten Nutzung von ML-Anwendungen eine noch zu lösende Gestaltungsaufgabe dar. Der Vortrag beleuchtet aus theoretisch-konzeptueller und empirischer Perspektive, welche konkreten Herausforderung im Museumskontext adressiert werden (sollten) und schlägt Ansätze zur methodischen Ausgestaltung von transdisziplinären Gestaltungsprozessen vor.
Zur Referentin
Dr. Katrin Glinka ist Professorin für Digitale Museumsdokumentation und Transformationsmanagement an der HTW Berlin. Sie forscht zu digitalen Technologien im kulturellen Kontext, Datenvisualisierung und Human-Computer Interaction. Sie hat mit einer Arbeit über die Kulturtechnik des musealen Sammelns an der Humboldt-Universität zu Berlin promoviert. Ihre akademische Arbeit ergänzt sie durch einen starken Praxisbezug, darunter Tätigkeiten für Kulturinstitutionen, Beratung von kulturpolitischen Akteuren und Stiftungen sowie zahlreiche auf die kulturelle Praxis ausgerichtete Fachvorträge.
Kontakt
www.mmk.htw-berlin.de/personen/prof-dr-katrin-glinka/
Foto: Glinka.
Aussteller
- Produktioner Berlin
- SALES Consulting Peh



























