Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Eine heiße Sache: Risikoanalyse und Notfallmanagement, Vertiefungsthema Brand

Die Sensibilisierung für den Schutz von Kunst- und Kulturgut vor Bedrohungen durch Notfälle aller Art nimmt zu, ist aber noch nicht ausreichend in den Einrichtungen implementiert. Dabei kann die Bewertung von Risiken für Museen, Archive und Bibiotheken mit historischen Beständen ähnlich erfolgen.

Die Ereignisse während der Oder- und Elbeflut und dem Brand in der Anna-Amalia-Bibliothek Weimar haben deutschlandweit zu verstärkter Bewertung der Risiken für Kulturgut geführt. Anhand einer durch die Konferenz nationaler Kultureinrichtungen www.konferenz-kultur.de zusammengestellten Matrix können zu schützende Objekte, Schutzziele und Maßnahmen klassifiziert werden, eine Mindmap stellt die Struktur dieser Matrix vor.

Anhand einer Analyse von auftretenden Gefahren und möglichen Auswirkungen und einer Bewertung der Analyse von auftretenden Gefahren und möglichen Auswirkungen und einer Bewertungvon 1 bis 3 kann eine Risikoanalyse erfolgen. Durch diese Analyse der verschiedenen Sammlungen an verschiedenen Orten mit Quantifizierung des Schadensrisikos und des Schadensumfanges kann eine Sensiblisierung bzgl vorhandener Gefährdungen erfolgen. Am Beispiel der Gemäldegalerie Alte Meister im Dresdner Zwinger wird dies vorgestellt.

Detaillierte, aber übersichtliche Ablaufplänen für Notfälle mit und ohne Vorwarnzeit führen zu einer Verbesserung von Reaktionszeiten und zu klarer Strukturierung in einem Notfall.
Aufbauend auf der Risiskoanalyse sind verschiedenen Planungen für ein Notfallmanagement erforderlich. Beispielhaft wird anhand eines Hochwassermanagementplanes, eines Schutzkonzeptes für Wasser über Kunstgut und eines Brandschutzkonzeptes das Vorgehen zur Reduzierung von Schadensrisiko und Schadensumfang erläutert. Dabei ist eine gute logische und grafische Aufbereitung wichtig, um im Notfall einem großem Personenkreis maximale Handlungsfähigkeit zu ermöglichen
Die abschließende Thematik der Evakuierungskonzepte ist in Abhängigkeit von Art und Umfang des Kunstgutes mitunter nur sehr differenziert lösbar, ein möglicher Weg wird an dem Beispiel der gemäldegalerie Alte Meister im Zwinger vorgestellt.

Alle Maßnahmen der Risikoanalyse und des Notfallmanagements müssen als erste Pflicht zur Erhaltung des Kulturgutes als ständigen und nie abgeschlossenen Prozesses, der einer kontinuierlichen Fortschreibung und Schulung bedarf, begriffen werden. Durch Erarbeitung und Training entsprechender Planungen ist eine höhere präventive Sicherheit und eine Schadensreduzierung im Notfall möglich und unabdingbar.

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Dipl.-Ing. (TU) Michael John
Leiter der Abteilung Bau, Technik, Sicherheit
Dresden
michael.john@skd.museumwww.skd.museum  ∙ Data Transfer: store.skd.museum
Twitter: @MiJohnDD

 

WORKSHOP: Notfallmanagement in Museen

 

16/04/2019
11.30 Uhr
Vortrag
Dipl.-Ing. (TU) Michael John, Leiter Abteilung Bau, Technik, Sicherheit, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

17/04/2019
10.00 Uhr
Workshop
Dipl.-Ing. (TU) Michael John, Leiter Abteilung Bau, Technik und Sicherheit, Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Vortragsredner

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  • buttler architekten GmbH, Rostock
    Dipl.-Ing. Maik Buttler, Geschäftsführer, buttler architekten GmbH, Rostock
  • Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum
    Prof. Dr. Franz Schopper, Direktor, Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches LandesmuseumZossen, Oberbürgermeister Steffen Scheller, Stadt Brandenburg an der Havel, Dipl.-Rest. Lars Klemm, Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, Holzkirchen und Kurator der FOCUS-Veranstaltung 2019
i
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  • Technisches Büro Obkircher Plus
    Leo Obkircher, Geschäftsführer, Technisches Büro Obkircher Plus, Wien
u
  • Universität für angewandte Kunst Wien
    Univ.-Ass. Dipl.-Rest. (FH) Tanja Kimmel, Universität für angewandte Kunst Wien – Institut für Konservierung und Restaurierung

Aussteller

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  • ArchiBALD Regalanlagen GmbH & Co.KG
  • Axiell ALM Germany GmbH
b
  • Bruynzeel Archiv und Bürosysteme GmbH
e
  • emcra GmbH
f
  • FirstRumos Museumssoftware
h
  • Hasenkamp Internationale Transporte GmbH
  • heddier electronic GmbH
k
  • Krah & Grothe measurement solutions Robert Krah
  • kurecon
l
  • Land Software-Entwicklung
p
  • Passepartout Werkstatt Kerstin Harms
  • P.ing - Präventionsingenieure e.V.
r
  • RobLight A/S
  • Robotron Datenbank Software GmbH
v
  • VDR - Verband der Restauratoren
y
  • YCONS yoshida-conservation